[mf8MamSuite]
Open Source Media Asset Management

(Vorläufiger Arbeitstitel der Diplomarbeit)

Übersicht

Betreuer: Prof. Dr. Christian Geiger, Prof. Holger Reckter
Diplomand: Christian Stottmeister
Studiengang: Medieninformatik / Hochschule Harz (FH)

Idee

Im Zuge der fortschreitenden Multimedialisierung in unserem Informations- und Medienzeitalter wird es immer wichtiger, multimediale Inhalte wie Bilder, Grafiken, Audios, Videos, technische Zeichnungen, Layouts und Präsentationen, die in den unterschiedlichsten Formaten vorkommen, optimal zu verwalten. In der Finanzwelt bezeichnet das Asset Management die Vermögenswertverwaltung. Das Media Asset Management versucht die Vermögenswerte, die Medieninformationsobjekte für ein Unternehmen darstellen, zu verwalten und zur optimalen Nutzung zur Verfügung zu stellen. Ziel des Media Asset Managements (MAM) ist somit, ein effektives und effizientes Management von multimedialen Informationen zu ermöglichen und dadurch einen wirtschaftlichen Nutzen und Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Zitat aus dem Artikel "Media Asset Management (MAM)" von Rainer Clemens, erschienen auf contentmanager.de

Die Arbeit ermittelt, inwieweit Informationsmanagement vor allem im Rahmen einer wissenschaftlichen Einrichtung verwendet werden kann. Zu diesem Zweck werden typische Lösungen zur Verwaltung von heterogenen, multimedialen Datenbeständen evaluiert. Bereits in den Vorarbeiten zur Diplomarbeit wurde deutlich, dass am Markt gängige Lösungen nicht zufriedenstellend sind. Aus diesem Grund wird im Rahmen der Arbeit eine Eigenentwicklung entworfen und umgesetzt, um den anderen Systemen entgegengestellt zu werden.

Technische Umsetzung

Die Applikation basiert auf der für diese Zwecke etablierten Client-/Serverstruktur. Alle Komponenten werden in Java implementiert, um Client- wie Serversoftware plattformunabhaengig zu halten. Für die Connectivity wird die Java Remote Method Invocation (Java RMI) genutzt. Bei der Entwicklung wird, soweit es geht, auf Standards und bereits vorhanden Open-Source-Softwarepakete zurückgegriffen. Zur Zeit wird beispielsweise das serverseitige Logging über den Logging Service log4j von der Apache Software Foundation realisiert. Den Abstraktionslayer in Bezug auf die Datenbankmanagementsysteme stellt das Hibernate-Paket der JBoss Inc. Dadurch ist es möglich, die Zusammenarbeit mit allen gängigen DBMS-Produkten ohne deutlich spürbaren Mehraufwand zu implementieren. Der Endanwender kann das Produkt schließlich dazu bewegen, mit seiner bereits vorhandenen Produktionsumgebung zu arbeiten, und all das ohne Eingriff in den Quelltext. Die Software passt sich in dem Fall dem Anwender an, nicht umgekehrt.

Durch die Nutzung bereits bestehender Open-Source-Software wird der Implementierungsaufwand signifikant gesenkt, die Fehleranfälligkeit des Produktes reduziert und nicht zuletzt die Free-Software-Community gestärkt.

Aktueller Stand

Die Diplomarbeit wurde am 30.09.2005 eingereicht. Die Software ist in einer Beta verfügbar. Bei SourceForge (sf.net) wurde, entsprechend der Arbeit, ein Projektantrag eingereicht und vom sf.net Team bewilligt. Die entsprechende Seite ist unter sourceforge.net/projects/mf8mamsuite zu erreichen. Die offizielle Website der mf8MamSuite befindet sich unter www.mf8.de.

Stand: 10.10.2005

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